Wenn die Disposition am Ende des Tages genau so verlaufen ist, wie Henri sie sich vorher vorgestellt hat, ist sein Arbeitstag gelungen. Das klingt einfach. Bis ein Kunde anruft und fragt, ob heute doch noch eine Sendung mitgenommen werden kann, eine Fracht abgelehnt wird oder der Ablauf im Laufe des Tages angepasst werden muss. Dann beginnt das Rangieren.
Henri Houtman arbeitet als Transportdisponent bei Van Thiel Transport. Zusammen mit seinem Kollegen Wesley kümmert er sich um die Exportdisposition der eigenen Fahrzeuge. Sein Lieblingsteil der Arbeit? Wie er selbst sagt: „Die Lkw mit der Ware vollzupacken.“

Zuerst Kaffee, dann nach den Fahrzeugen schauen
Henris Arbeitstag beginnt gegen 08:25 Uhr. Die Brotdose kommt in den Kühlschrank, der Computer wird hochgefahren und dann gibt es erst einmal eine Runde Kaffee für die Kollegen. Danach schaut er, wie es um die Fahrzeuge steht und wo die Disposition angepasst werden muss.
Henri beschreibt sich selbst als „ruhig und gelassen“. Ein gutes Einfühlungsvermögen gehört seiner Meinung nach ebenfalls dazu. Das kommt ihm bei seiner Arbeit zugute, denn: „Im Transportwesen ist kein Tag wie der andere.“
Gegen 11:00 Uhr ist es Zeit für das Süppchen des Tages. Um 12:30 Uhr folgen die Mittagspause und ein kleiner Spaziergang.
Die Lkw mit der Ware vollzupacken
Gegen 14:00 Uhr setzen sich Henri und Wesley jeden Tag zusammen, um die Lkw für den nächsten Tag einzuteilen. „Schön, wenn wieder alles gut disponiert werden kann“, sagt Henri über diesen täglichen Planungsmoment. Oft bleibt es nicht bei diesem einen Moment: Den ganzen Tag über stimmen sie sich kontinuierlich über den Ablauf ab.
Wenn zwischendurch ein Kunde anfragt, ob eine Sendung noch mitgenommen werden kann, prüft Henri zuerst, ob noch irgendwo Platz ist. „Eigentlich versuche ich es immer zu lösen“, sagt er. Das kann bedeuten, dass Frachten getauscht oder Ladungen umdisponiert werden. Gegen Ende des Nachmittags kontrolliert Henri, ob alles geladen ist, hält Rücksprache mit den Fahrern und geht den Ablauf für den nächsten Tag noch einmal durch.
Was Kunden hinter den Kulissen nicht sehen
Was Kunden meistens nicht sehen, ist, wie viel Abstimmung dahintersteckt. Henri nennt das Tauschen von Frachten, das Umdisponieren von Ladungen und den Kontakt mit anderen Disponenten als Beispiele dafür, was hinter den Kulissen passiert. „Mittlerweile haben wir so viele Kontakte, dass fast nichts mehr unlösbar ist“, erzählt Henri. Wenn etwas nicht klappt, versucht er mitzudenken und gibt Ratschläge.
Zwanzig Frachten ohne Reklamationen
Manchmal liegt die Herausforderung nicht in einer einzelnen, unerwarteten Sendung, sondern darin, ein größeres Projekt gut zu planen. Ein Projekt von etwa zwanzig Frachten brachte Henri einmal ein schönes Kompliment von einem Kunden ein: „Super tolle Leistung!“
Bei diesem Projekt waren das Be- und Entladen aller Frachten perfekt aufeinander abgestimmt. Das gesamte Projekt verlief ohne eine einzige Reklamation.
Weg von Van Thiel – und wieder zurück
Im März 2000 begann Henri zum ersten Mal bei Van Thiel Transport über den ehemaligen Fahrer Harm Huizinga. Im April 2009 verließ er Van Thiel. Nicht, weil es ihm keinen Spaß mehr machte; der Arbeitsweg spielte dabei eine wichtige Rolle. In seinem Wohnort Heerde konnte er ebenfalls als Disponent arbeiten. „Am Ende hat es mir dort doch nicht gefallen. Das Gras auf der anderen Seite ist eben immer grüner, wie man so schön sagt“, erzählt Henri. Im Mai 2010 kehrte er zurück: „Die Tür bei Van Thiel stand zum Glück noch einen Spalt breit offen und ich durfte zurückkommen. Das habe ich bis heute nicht bereut.“
Ein wichtiger Grund dafür ist die Freiheit, die er bei seiner Arbeit genießt. „Die Geschäftsführung schaut mir nicht ständig auf die Finger. Ich kann selbst Entscheidungen treffen.“ Für Henri sind vor allem das Team, die Kollegen und diese Freiheit die Gründe, warum er auch nach all den Jahren immer noch gerne bei Van Thiel arbeitet.
Wann ist der Tag gelungen?
Wann ist Henris Tag gelungen? Wenn die Disposition, die er sich vorher ausgedacht hat, auch tatsächlich reibungslos verlaufen ist. Worauf er nach all den Jahren am meisten stolz ist? Darüber muss Henri nicht lange nachdenken: auf das Team.